Zuerst wurde die von uns gemietete Fläche planiert. Danach mussten ca. 100 Löcher ausgehoben werden, um die nötigen Pfosten für die Geländeumzäunung sowie die Zuschauerabsicherung zu setzen.

Hierfür benötigten wir etwa 345 m Stahl bzw. Edelstahlrohr. Da eine bestmögliche harte und schnelle Strecke geschaffen werden sollte, entschieden wir uns für Lehm als Fahrbahnbelag. Von diesem Boden wurden über 875 Tonnen angefahren und aufgeschoben. Die für die Geländeabsperrung benötigten 300 m Maschen- und ca. 1000 m Spanndraht hätten ein gewaltiges Loch in unsere Kasse gerissen.

Unserem Sponsor, der Firma ISTRA, gelang es jedoch diesen Zaun bei der Firma Neckardraht in Eberbach zu besorgen. Hierfür - noch einmal herzlichen Dank.

Schnell war ein Motorschiff gechartert und der Maschendraht trat seine Reise über den Neckar, den Rhein und die Ruhr nach Mülheim an. Von da aus war es nur noch ein Katzensprung zu unserer neuen Rennstrecke; jetzt konnten wir unser Gelände einzäunen.

Unser Schmuckstück, der Fahrerstand, wurde auf einen Betonsockel gestellt und verschweißt.

Aber die Bahn war noch lange nicht fertig.

Was ist mit einem gemauerten Zählerhaus, wie machen wir die Fahrbahnränder, wo soll das Wasser ablaufen?

Alle diese Fragen mussten noch gelöst werden!

Inzwischen war es Sommer geworden und durch die Ferienzeit wurde wenig getan.

Aber im Herbst, wenn die Rennsaison vorbei ist, da wird wieder richtig losgelegt, so war unser guter Vorsatz.

Unser guter Lehmboden war mittlerweile knüppelhart geworden. Mit Schüppe und Hacke war hier nichts mehr zu machen. Wir wollten aber grüne Inseln schaffen, in die das Wasser abfliesen sollte. Also, mussten wieder Fachleute mit schwerem Gerät besorgt werden. Der überflüssige Boden wurde ausgebaggert und die freigewordenen Flächen nacheinander mit Dachpfannenschutt, Aushub und Mutterboden wieder aufgefüllt.

Glücklicherweise waren inzwischen einige neue Mitglieder zu uns gestoßen. Neben den willkommenen Monatsbeiträgen, konnten wir natürlich jede helfende Hand gebrauchen.

Langsam sahen wir die Strecke entstehen. Unser Zählerhäuschen war mittlerweile verputzt, der Fahrerstand fertig und der Mutterboden verteilt; nur der Rasen bereitete uns noch Kopfschmerzen. Im Herbst waren die Arbeiten noch nicht weit genug fortgeschritten um einsäen zu können und jetzt, im Frühjahr, war das Wetter noch zu schlecht. Also, ganz einfach dachten wir: Rollrasen muss her.

Aber schnell stellte sich heraus, trotz Superfreundschaftsangebot, zu teuer. Schließlich sahen wir doch noch eine Möglichkeit, Rollrasen zu bekommen.

Das Grünflächenamt Duisburg stellte uns 150 qm Stadtpark zur Verfügung. Hier durften wir Rasen abschälen.

Wieder mussten 2 Wochenenden geopfert werden, um diese Arbeit bei Regen und Schneeschauern durchzuführen. Aber das Resultat war beeindruckend: Unser Platz wurde endlich grün.

Bis jetzt sind etwa 1800 Arbeitsstunden in unsere Anlage investiert worden. Unsere Frauen, Verlobten, Freundinnen, Eltern und Bekannten, die uns so viele Stunden vermissen mussten, herzlichen Dank für das Verständnis das Sie uns, den Unentwegten, entgegengebracht haben.

Ich glaube aber, jetzt haben wir das Gröbste geschafft.

Viel bleibt doch nicht mehr zu tun, oder ???

Wir könnten ja noch das Fahrerlager überdachen, feste Arbeitstische, eine gemütliche Sitzecke, und, und, und,

Wenn alles so werden soll, wie wir es uns vorstellen, haben wir doch noch ganz schön viel zu tun!

Aber mit vereinten Kräften werden wir auch das noch schaffen.

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